Cardassianer

Während der beiden Dominionkriege war die Cardassianische Union treue Alliierte der Föderation und haben sich einen Namen als tapfere Krieger gemacht, die vor nichts zurückschreckten. Ihr Eifer im Kampf gegen Dominion, Maquis und die Breen wurde sowohl von der Sternenflotte als auch der Bevölkerung der Föderation honoriert.
 
Doch die Freundschaft endete mit dem zweiten Dominionkrieg, als zwischen den Cardassianern und Klingonen ein Krieg entflammte, bei dem es um ressourcenreiche Kolonien ging, auf die beide einen Anspruch erhoben hatten. Als die Föderation, auf Anraten der Sternenflotte, sich nicht bereit erklärte, in diesem Konflikt Stellung zu beziehen, suchten sich die Cardassianer neue Bündnispartner, die sie materiell unterstützten.
 
Diese Hilfe fanden sie in den Romulanern, die bereitwillig Leute, Munition, sowie weitere Versorgungsgüter anboten. Schlussendlich war es die Tarntechnologie, die die Romulaner in einigen cardassianischen Kreuzern installierten, die der Cardassianische Union in ihrem Krieg den entscheidenden Vorteil gab. Der Krieg war gewonnen und dennoch hatte die Union wenig Grund, zu feiern.
 
Während des Krieges hatten die Cardassianer sich erheblich auf die Ressourcen des Romulanischen Reiches. Dabei verpflichteten sie sich, ausschließlich auf deren Kapazitäten zu setzen, was enorme Kosten verursachte, die teils auch im Nachhinein erhoben wurde.
 
Weil die Union nach dem Krieg nur leere Staatskassen vorzuweisen hatte, mussten sich die Cardassianer zusätzliche Kredite bei den Romulanern einholen. Über diese verschaffte sich Romulus Möglichkeiten, in die cardassianische Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stark einzugreifen. Schlussendlich wurde sogar militärische Präsenz gezeigt.
 
Als dann der cardassianische Botschafter von Romulanern ermordet wurde, zerbrach diese Allianz jäh und die Romulaner zogen ihre Flotten zusammen. Die längere Zahlungsunfähigkeit der Cardassianischen Union hatte sie dazu getrieben, einen Krieg zu beginnen, in dem sicheren Wissen, finanziell und militärisch überlegen zu sein.
 
Dem ganzen machten die Sep'tarin einen Strich durch die Rechnung, die die Zivilregierung Cardassias mithilfe einiger militärischer Funktionäre stürzten. Dies geschah unter Begeisterung der Bevölkerung, die auf eine Besserung im Kriegsverlauf hoffte, der sich dank der Sep'tarin schließlich auch einstellte. Dennoch sträubten sich auf einigen Kolonien Cardassianer gegen diese Politik, was jedoch brutal unterbunden wurde.
 
Derweil versank die Föderation in Untätigkeit und ließ es zu, dass die Cardassianer und Romulaner sich lange Zeit bekämpften. Im Feuer des Gefechts ging Romulus unter, was zu Übermut auf Seiten der Cardassianischen Union führte. Die Militärdiktatur ordnete an, dass das Daitek System angegriffen werden solle.
 
Nachdem dieser Angriff vereitelt wurde, schloss sich die Föderation den Romulanern an in ihrem Kampf, womit sie ihre Welten cardassianischen Angriffen aussetzte. Diese ließen nicht auf sich warten, was eine hohe Zahl an Zivilopfern forderte. Die Besatzung weckte auf einigen Welten enormen Hass und Ablehnung Cardassias.
 
Gemeinsam konnten die Romulaner und die Föderation die Union besiegen. Damit stürzten sie auch unwillkürlich die Herrschaft des Militärs, da während des Krieges der Geheimdienst Cardassias, der Obsidianische Orden, zerschlagen worden war durch die Sep'tarin. Ohne einen funktionierenden Militärischen Flügel und ohne den Obsidianischen Orden kamen auf Cardassia die Demokraten auf den Plan, die die Zivilregierung, den Detapa-Rat, wieder einführten.
 
Auch wenn die Folgezeit eine Besserung der Beziehung zwischen der Föderationswelt Bajor und Cardassia bedeutete, waren die meisten Einwohner der Föderation nicht bereit, den Cardassianern zu verzeihen. Diese Haltung hielt sich fortan. Was auch auf Cardassia wahrgenommen wurde und als beleidigend empfunden wurde, weil die Cardassianer nach dem Krieg ihre Welt in eine Demokratie verwandelt hatten.
 
Währen auf beiden Seiten aufgestaute Emotionen brodelten, hielt der Frieden vorerst an. Mit dem Krieg gegen das Romulanische Reich verloren die Cardassianer noch mehr an Bedeutung, was sich jedoch änderte, als 2408 und 2410 das Daitek System von cardassianischen Extremisten angegriffen wurden.
 
Die wenigsten verstanden jedoch, dass diese beiden Angriffe nur die Vorboten des Unheils waren. Auf Cardassia war der Obsidianische Orden dabei, wieder zu erstarken. Sein Willen ist es, die demokratische Union zu stürzen.
 
Ihre Bemühungen, die steigende Bedeutung Militär zu festigen, werden öffentlich scharf kritisiert. Es finden sich sogar Ex-Maquisarden und Cardassianer, die bereit sind, mit Gewalt die Demokratie zu schützen. Von Ihnen hängt es ab, wie sich die Cardassianer in Zukunft als Nachbarn benehmen werden.
 
Und obwohl die Stimmung immer noch gegen sie steht, treibt es viele Cardassianer zivil ins Daitek-System, wo sie von der Föderation Asyl erhalten. Aber auch cardassianische Händler docken an, da offiziell immer noch Frieden herrscht. Bedenkt man die Zivilisten, die nur auf Durchreise auf der Atlantis verweilen, ist der Anblick eines Cardassianers auf der USB Atlantis zwar nicht ungewöhnlich, wirkt jedoch noch immer verstörend auf einige.
 

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